Karwoche

Besuch der Chrisammesse

Am Mittwoch in der Karwoche fuhr eine große Anzahl der Firmbewerber zusammen mit den Firmkatecheten nach Hildesheim. Auf dem Domhof fand sich die Möglichkeit, Angebote der Jugendpastoral unseres Bistums kennenzulernen.

Anschließend nahmen sie zusammen mit Hunderten Jugendlicher aus dem gesamten Bistum an der Chrisammesse teil. Zur Chrisammesse sind besonders Jugendliche eingeladen, vor allem auch diejenige, die sich auf die Firmung vorbereiten. Sie wird am Vorabend des Gründonnerstages in Erinnerung an die Salbung Jesu in Bethanien gefeiert. Am feierlichen Einzug durch die Bernwardstür nahmen neben den zahlreichen Bannerträgern auch über 150 Ministranten aus dem Bistum teil – so auch Firmbewerber aus unserer Pfarrgemeinde.

In der Chrisammesse werden die heiligen Öle geweiht, die während des Jahres in den Kirchengemeinden zur Salbung bei der Spendung u. a. des Sakramentes der Firmung verwendet werden.

Gründonnerstag

Am Gründonnerstag besuchten die Firmbewerber am Abend die Abendmahlsmesse. Diese ist geprägt durch die Erinnerung an die letzte Mahlzeit, die Jesus zusammen mit seinen Jüngern hielt.

Bei der gemeinsamen Agapefeier im Pfarrheim wurde die Erinnerung an dieses Festmahl, welches Jesus in der Tradition des jüdischen Pessachfestes mit seinen Jüngern gehalten hat, noch einmal in Erinnerung gerufen:

Ungesäuertes Brot, Bitterkräuter, Fruchtmus Salzwasser, Wein und ein Lamm veranschaulichten bildhaft die Unterdrückung und Befreiung der Israeliten aus der Knechtschaft in Ägypten.

Gemeinsam wurden Fladenbrote geteilt und Traubensaft getrunken – dabei bediente sich niemand selber, sondern es wurde den Tischnachbarn Brot gereicht und eingeschenkt.

Die entsprechenden Bibeltexte aus dem alten und neuen Testament zu Beginn und Ende erinnerten nochmals an die zugrundeliegenden Begebenheiten.

Während einer besonders gestalteten Ölbergstunde in der Nacht wurden vier Aspekte der Ölbergnacht im Garten Gethsemane aufgegriffen, von denen im Matthäusevangelium erzählt wird:

  • Mutlosigkeit: „… da überfielen Jesus tiefe Mutlosigkeit und Angst …“
  • Alleinsein: „… Bleibt bei mir …“
  • Verraten werden: „… Mein Freund! ….verrätst Du mich…?“
  • Gefangen sein: „… Sie fesselten ihn … 

Mit einem Fürbittgebet für alle Menschen, die in ähnlicher Not sind endete diese Anbetungsstunde in der Kirche.

 

 

Karfreitag

Am frühen Morgen des Karfreitages wurde im Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu für alle Menschen ein großes Holzkreuz durch Algermissen getragen.

Die Bilder des diesjährigen ökumenischen Jugendkreuzweges nahmen in sieben Stationen verschiedene Aspekte und Begebenheiten während des Kreuzweges Jesu besonders in den Blick: Die einzelnen Bilder zeigten in der Kunstform StencilArt Kreuzwegsituationen unserer Zeit.

In den vorgetragenen Texten wurde eine Brücke zwischen Kreuzwegsituation und Lebenssituationen heute geschlagen. Im Fokus standen u. a. die Begegnung mit Maria, seiner Mutter, den weinenden Frauen, den Tätern und an Ende der Tod Jesu. „Jesu Art“ bedeutet fair zu urteilen, Opfern beizustehen, Augen zu öffnen, Glauben können, Masken herunterreißen, Grenzen überwinden.
(nach den Texten des Jugendkreuzweges, Schlussgebet)

Sieben Kreuzwegstationen auf dem Weg luden zum Innehalten und Nachdenken über diese Begegnungen und Begebenheiten ein.

Osternacht

Die Mitfeier der Osternacht am Abend des Karsamstages in Algermissen bzw. am frühen Ostersonntag in Asel und Harsum war dann den Höhepunkt und Abschluss der gemeinsam begangenen Tage.